Apple MacBook Neo vs. MacBook Air: Wo liegen die Unterschiede?

In diesem Frühjahr hat Apple die Nutzer ordentlich überrascht und mit dem MacBook Neo eine völlig neue Notebook-Reihe vorgestellt, die dem MacBook Air Konkurrenz machen soll. Die Neo-Reihe richtet sich an preisbewusste Käufer, während das MacBook Air deutlich fortschrittlichere Spezifikationen bietet. Im Folgenden erklären wir die Unterschiede in jedem einzelnen Punkt.

⚡ Wenn du es eilig hast, hier das Wichtigste in Kürze:

  • Preise: Das MacBook Neo startet bei 600 $, das aktuelle MacBook Air bei 1100 $.
  • Display: MacBook Neo – 13,0″, MacBook Air – 13,6″ (das entspricht einer um 9,5 % größeren Fläche).
  • Prozessor: Das MacBook Neo erzielt in Benchmarks etwa 43 % weniger Punkte als der Chip im MacBook Air.
  • Speicher: In der Basisversion des Neo – 8 + 256 GB, Basis-Air – 16 + 512 GB.
  • Akku: Neo – 9.500 mAh, Air – 14.000 mAh (also 47 % mehr), aber der tatsächliche Unterschied bei der Akkulaufzeit ist nicht ganz so dramatisch.
  • Eingabe: Das Neo hat keine Tastaturbeleuchtung und das Trackpad erkennt nicht, wie fest man drückt (kein Force Touch).
  • Weitere Nachteile des Neo: Wi-Fi 6E statt 7, Fingerabdrucksensor nur in der 512-GB-Version, halbierte Ladeleistung, kein MagSafe, zwei Lautsprecher statt vier, langsameres USB, schlechtere Frontkamera und geringere Displayqualität.

Schneller Vergleich zwischen MacBook Neo und MacBook Air

Bevor wir jeden Punkt im Detail analysieren, hier ein anschaulicher Vergleich des neuen günstigen MacBook Neo mit der aktuellen Generation des MacBook Air (mit M5-Prozessor):

SpezifikationMacBook NeoMacBook Air (2026, M5)
Preis600 $1100 $
Displaydiagonale13,0″13,6″
FarbraumsRGBP3
True ToneNeinJa
Prozessor (AnTuTu 10)> 1.965.000> 3.464.000
Arbeitsspeicher (RAM)8 GB16, 24 oder 32 GB
Interner Speicher256 oder 512 GB512 GB, 1, 2 oder 4 TB
AnschlüsseUSB 3 und USB 2Zwei Thunderbolt 4
Wi-Fi6E (ax)7 (be)
Akku36,5 Wh / 9.500 mAh53,8 Wh / 14.000 mAh
Ladeleistung20 Watt40 Watt
Magnetischer LadeanschlussNeinJa (MagSafe)
FrontkameraVereinfacht12 MP + größerer Blickwinkel
LautsprecherZweiVier
MikrofoneZweiDrei
TastaturbeleuchtungNeinJa
Druckerkennung (Force Touch)NeinJa
FingerabdrucksensorNur in der 512-GB-VersionIn allen Versionen

Im Folgenden werden wir all diese Punkte näher erläutern und einige weitere unerwartete Unterschiede „beleuchten“.

Preisunterschiede

Die größte Überraschung beim MacBook Neo ist sein Preis, der in den USA bei 600 US-Dollar beginnt. Es ist schon sehr lange her, dass Apple derart günstige Notebooks angeboten hat. In den letzten Jahren waren die günstigsten Modelle des Unternehmens die MacBook Airs mit einem Preisschild ab 1000 Dollar.

Konkret sieht die Preisgestaltung im Jahr 2026 wie folgt aus:

  • MacBook Neo 13,0″ – ab 600 $ – A18 Pro Prozessor, 8/256 GB
  • MacBook Air 13,6″ – ab 1100 $ – M5 Prozessor, 16/512 GB
  • MacBook Air 15,3″ – ab 1300 $ – M5 Prozessor, 16/512 GB

MacBook Neo und MacBook Air. Die Displayränder beim Air sind dünner, dafür hat das Neo keine störende Notch. Foto: Tom’s Guide.

Wir haben die Preise für die USA angegeben, aber in anderen Regionen, wie beispielsweise in Europa, können sie aufgrund von Steuern deutlich höher ausfallen als bei einer direkten Währungsumrechnung. Das ist bei Apple-Produkten leider üblich.

Im Handel lassen sich auch noch etwas günstigere Vorjahresmodelle des MacBook Air mit dem M4-Prozessor finden. Offiziell hat Apple deren Produktion jedoch bereits eingestellt, sodass das MacBook Air M4 immer seltener in den Regalen anzutreffen sein wird.

Die neuen MacBook Air M5 wurden hingegen am selben Tag wie das MacBook Neo angekündigt. Während es beim Air die Wahl zwischen 13″- und 15″-Displays gibt, wird das Neo ausschließlich mit einem 13″-Display ausgeliefert, das zudem noch etwas kleiner ist als das des MacBook Air 13″.

Darüber hinaus nutzt das Air die leistungsstarken Prozessoren der Apple M-Serie, während das MacBook Neo auf die A-Serie setzt, die normalerweise in iPhones und den Standard-iPads verbaut wird. Im Folgenden vergleichen wir das Neo meist mit dem neuen Air auf Basis des M5, ergänzen dies aber an passender Stelle auch um das MacBook Air mit M4-Chip.

MacBook Neo und MacBook Air. Die Abmessungen sind sehr ähnlich und das Gewicht ist identisch. Foto: Tom’s Guide.

Unterschiede bei den Displays: Ähnlich, aber nicht gleich

Das MacBook Neo verfügt über ein durchaus hochwertiges IPS-Display. Apple nennt es „Liquid Retina“, also exakt so wie das Display des MacBook Air. Dennoch ist das Neo dem MacBook Air 13″ sowohl bei der Diagonale als auch bei der Bildqualität leicht unterlegen.

Diagonale:

  • MacBook Neo – 13,0″
  • MacBook Air – 13,6″

Unter Berücksichtigung des Seitenverhältnisses macht selbst der Unterschied von 0,6″ das Display des Air in der Fläche um etwa 9,5 % größer als das des Neo.

Es gibt auch Unterschiede bei der Displayqualität:

  • MacBook Neo – Farbraum sRGB
  • MacBook Air – Farbraum P3 + True Tone Technologie

sRGB und P3 sind Farbräume. P3 ist besser, da die Farbabdeckung hier um etwa 25 % breiter ist als bei sRGB. Allerdings dürfte dem Auge eines Durchschnittsnutzers dieser Unterschied kaum auffallen. Farbräume sind eher für professionelle Anwender wichtig – auch wenn 25 % beeindruckend klingen, wirst du in der Praxis wahrscheinlich keinen Unterschied bemerken.

Das MacBook Neo in der Praxis. Foto: The Verge.

Das Fehlen der True Tone-Technologie im MacBook Neo ist hingegen ein etwas bemerkbareres Manko. Diese Funktion passt die Farbtemperatur des Bildschirms automatisch an das Umgebungslicht an. Das sorgt dafür, dass Bildschirm und Umgebung harmonischer wirken und – was am wichtigsten ist – der Bildschirm die Augen weniger anstrengt.

Andererseits kann man True Tone auch nicht als unverzichtbar bezeichnen. Viele Nutzer schalten die Funktion ohnehin ab, weil sie nicht wollen, dass der Bildschirm ein „Eigenleben“ führt, andere wiederum bemerken den Unterschied zwischen ein- und ausgeschalteter Funktion kaum. Zur Not lassen sich die Bildschirmeinstellungen bei Bedarf ja auch manuell anpassen.

Was die Helligkeit angeht, gibt es zwischen dem MacBook Neo und dem MacBook Air fast keine Unterschiede. Apple gibt für beide Geräte eine Helligkeit von 500 Nits an. Ein unabhängiger Test des Portals Tom’s Guide ergab sogar einen minimalen Vorteil für das MacBook Neo.

Konkret konnte das Display des Neo im HDR-Modus 480 Nits Vollbildhelligkeit erreichen, das MacBook Air hingegen 474 Nits.

Das Display des MacBook Neo. Foto: CNET.

Prozessor-Vergleich: Ist ein iPhone-Chip wirklich so schlecht?

Der Prozessor ist einer der markantesten und offensichtlichsten Unterschiede zwischen den beiden Notebook-Typen:

  • MacBook Neo (A18 Pro) – 6 CPU-Kerne bis 4,05 GHz, GPU bis 2,3 TFlops
  • MacBook Air (M5) – 10 CPU-Kerne bis 4,61 GHz, GPU bis 5,1 TFlops

Das „Herzstück“ des MacBook Neo ist der A18 Pro Prozessor, der zuvor bereits die Basis für das iPhone 16 Pro und Pro Max bildete. Das MacBook Air im Jahr 2026 setzt hingegen auf einen weiteren hauseigenen Apple-Prozessor – den M5. Das ist ein extrem leistungsstarker Chip, der den A18 Pro bei den CPU-Kernen spürbar und beim Grafikbeschleuniger (GPU) noch deutlicher übertrifft.

Hier sind die Ergebnisse der Prozessoren A18 Pro sowie M4 und M5 (die in der vorherigen und aktuellen MacBook-Air-Generation verwendet werden) im AnTuTu 10 Benchmark:

  • MacBook Neo – 1.965.000
  • MacBook Air (M4) – 2.964.000 (+51 %)
  • MacBook Air (M5) – 3.464.000 (+76 %)

Wichtige Anmerkung: Diese Zahlen sind ein grober Richtwert – diese Werte erreichen die Prozessoren im iPhone bzw. iPad. In Notebooks können sie tendenziell spürbar besser abschneiden. Zudem zitieren wir bewusst die Daten von AnTuTu, weil dieser Benchmark alle wesentlichen Subsysteme des Chips testet und nicht nur die CPU-Kerne.

Einfache Spiele soll das MacBook Neo laut der offiziellen Apple-Werbung problemlos bewältigen.

Gerade durch die umfassende Bewertung von AnTuTu wird es möglich, auch einzelne Leistungsbereiche einzuschätzen. So beträgt der Unterschied bei den Hauptprozessorkernen (CPU), was für die tägliche Arbeit wichtig ist, zwischen dem A18 Pro und dem M5 etwa 54 %.

Der Unterschied beim Grafikprozessor (GPU), der besonders für Spiele wichtig ist, fällt in AnTuTu wesentlich massiver aus und beträgt 136 %. Das ist sogar mehr als die theoretische Berechnung nach TFlops, die wir oben angegeben haben.

Natürlich klingen solche Zahlen erst einmal abschreckend und enttäuschend für alle, die ein Auge auf das günstige MacBook Neo geworfen haben. Und auch ein Smartphone-Chip in einem Notebook klingt rein vom Konzept her zunächst befremdlich.

Dennoch sollte man sich nicht nur auf synthetische Benchmarks verlassen. In der Realität reicht die Leistung des A18 Pro für den Löwenanteil der alltäglichen Aufgaben eines normalen Nutzers völlig aus. Mehr noch: Es wird diese Aufgaben absolut zügig erledigen.

Wenn dir unsere Zahlen nicht reichen, hier sind die Ergebnisse von The Verge, die das MacBook Neo sowie den alten M1 und das aktuelle Air M5 durch GeekBench gejagt haben.

Insgesamt ist der A18 Pro ein mächtiger Chip mit zwei Dutzend Milliarden Transistoren und einer Taktfrequenz der stärksten CPU-Kerne von über 4 GHz. Zudem wird er im Notebook nicht mehr durch das winzige und passive Kühlsystem eines Smartphones ausgebremst.

Bei normaler Nutzung wird man daher kaum einen großen oder auch nur nennenswerten Unterschied bemerken. Viele Apps, Webseiten im Browser – alles sollte sich flott öffnen und flüssig laufen. Die meisten dieser Programme brauchen ohnehin nicht sonderlich viele Kerne und Teraflops. Selbst für einfache Casual Games reicht die Leistung des A18 Pro dicke.

Bei aufwendigen Spielen oder sehr „schweren“ Programmen wird der Unterschied zwischen dem MacBook Neo und dem MacBook Air hingegen deutlich spürbar sein. Andererseits ist ein kleines Notebook – erst recht mit macOS – ohnehin keine Gaming-Plattform.

Unterschiedliche Speicherkapazitäten

Eines der Merkmale, die es Apple ermöglichten, das MacBook Neo deutlich günstiger als das MacBook Air anzubieten, ist die Größe des Arbeitsspeichers (RAM):

  • MacBook Neo8 GB, ohne weitere Optionen
  • MacBook Air16 GB + Optionen mit 24 und 32 GB RAM

Zweifellos ist ein doppelt so großer Arbeitsspeicher ein großer Vorteil, aber für einen „anspruchslosen“ Durchschnittsnutzer dürften 8 GB völlig ausreichend sein. Der Redakteur des Portals WIRED, der das Notebook getestet hat, merkte an, dass 8 GB immer noch praktikabel sind, solange man vernünftig mit den Hintergrundprozessen umgeht.

Mehrere geöffnete Programme auf dem MacBook Neo und ein Browser mit vielen Tabs. Foto: Tom’s Guide.

Zur Erinnerung: Noch vor wenigen Jahren wurden nicht nur das MacBook Air, sondern auch deutlich teurere MacBook Pro-Modelle in der Basiskonfiguration mit exakt 8 GB RAM ausgeliefert. Und das ist im Großen und Ganzen bis heute eine „brauchbare“ Größe. Mit 8 GB beginnt ein relativ flüssiges Arbeiten mit mehreren geöffneten Programmen und vielen Browser-Tabs.

Was den internen Speicher (SSD) betrifft, so bieten die Laptops folgende Kapazitäten:

  • MacBook Neo256 GB + Option mit 512 GB
  • MacBook Air (M4)256 GB + Optionen mit 512 GB, 1 und 2 TB
  • MacBook Air (M5)512 GB + Optionen mit 1, 2 und 4 TB

Das bedeutet, das günstige MacBook bietet genauso viel Speicherplatz wie die vorherige Generation des MacBook Air mit dem M4-Prozessor, die 2025 erschien. Das aktuelle MacBook Air 2026 mit M5-Chip bietet in der Basisversion hingegen bereits 512 GB. Was dem MacBook Neo jedoch komplett fehlt, sind Optionen mit Terabytes an Speicher.

Vergleich der Akkulaufzeit

Kommen wir nun zur Akkukapazität, die Apple für das MacBook Neo und das MacBook Air angibt. Zur besseren Einordnung haben wir die angegebenen Werte in die von Smartphones gewohnten „mAh“ umgerechnet (basierend auf einer Spannung von 3,8 V):

  • MacBook Neo – 36,5 Wh ≈ 9.500 mAh
  • MacBook Air – 53,8 Wh ≈ 14.000 mAh

Anders ausgedrückt: Die Akkukapazität des MacBook Air ist um 47 % größer als die des Neo.

Die vier Hauptfarben des MacBook Neo.

Letztendlich hat Apple beim Akku ordentlich gespart. Dennoch sieht es in Sachen Laufzeit gar nicht so schlecht aus.

Durch das kleinere Display und vor allem durch den deutlich weniger stromhungrigen A18 Pro Prozessor kann das MacBook Neo den kleineren Akku teilweise ausgleichen. Das lässt sich übrigens auch aus den offiziellen Daten zum Neo und dem Vergleich mit dem Air herauslesen, die Apple auf seiner Website anführt.

Akkulaufzeit beim Surfen im Internet:

  • MacBook Neo – bis zu 11 Stunden
  • MacBook Air M4 und M5 – bis zu 15 Stunden

Akkulaufzeit bei Videowiedergabe:

  • MacBook Neo – bis zu 16 Stunden
  • MacBook Air M4 und M5 – bis zu 18 Stunden

Der letzte Test bestätigt sehr gut, dass der energieeffiziente iPhone Pro Prozessor in einigen Szenarien den Unterschied bei der Akkukapazität glättet.

Videowiedergabe auf dem MacBook Neo. Foto: Tom’s Guide.

Dies sind natürlich die Tests von Apple selbst. Aber auch ein Test des Portals Tom’s Guide bestätigte, dass der Unterschied zwischen dem MacBook Neo und dem Air (13″, M5) in Sachen Akkulaufzeit nicht allzu dramatisch ist. In einer Reihe von umfassenden Tests ergaben sich folgende Werte:

  • MacBook Neo – 13 Stunden, 28 Minuten
  • MacBook Air – 15 Stunden, 28 Minuten

Die Tester von Tom’s Guide merkten an, dass 13,5 Stunden ein hervorragendes Ergebnis für ein günstiges Notebook sind. Zum Vergleich: Das Microsoft Surface Laptop Go 3 hielt im selben Test nur etwa achteinhalb Stunden durch.

Weitere wichtige Unterschiede zwischen Neo und Air, die man kennen sollte

Gehen wir nun weitere Unterschiede zwischen dem MacBook Neo und dem MacBook Air durch, die sich in ein, zwei Sätzen zusammenfassen lassen – was ihre Relevanz jedoch nicht schmälert.

  • Tastaturbeleuchtung. MacBook Air – Vorhanden. MacBook Neo – Nicht vorhanden.
  • Trackpad. MacBook Air – Erkennt, wie fest man drückt (Force Touch). Neo – Reagiert nur auf einfache Berührungen.
  • Frontkamera. MacBook Air – 12 MP mit Folgemodus (Center Stage), der den Nutzer im Bild behält. Das MacBook Neo ist mit einer Kamera geringerer Auflösung (auf der offiziellen Seite nicht spezifiziert), kleinerem Sichtfeld und ohne Zusatzfunktionen ausgestattet.
  • Fingerabdrucksensor. MacBook Air – In allen Versionen verbaut. MacBook Neo – Nur in der 512-GB-Version.

Beim MacBook Neo mit 256 GB Speicher befindet sich anstelle eines Fingerabdrucksensors neben der F12-Taste eine normale Sperrtaste. Foto: The Verge.

  • Lautsprecher. MacBook Air – Vier Lautsprecher, Neo – Zwei Lautsprecher.
  • Mikrofone. MacBook Air – System aus drei Mikrofonen, Neo – Zwei Mikrofone.
  • Wi-Fi. MacBook Air – Wi-Fi 7 (be). MacBook Neo – Wi-Fi 6E (ax).
  • Anschlüsse. Beide Laptops verfügen über USB-C-Anschlüsse. Beim MacBook Air sind das jedoch zwei sehr schnelle Thunderbolt 4 Ports. Beim Neo gibt es einmal USB 3 und einmal USB 2.
  • MagSafe Ladeanschluss. MacBook Air – Bietet den praktischen magnetischen Anschluss zum Laden (MagSafe). MacBook Neo – Dieser Anschluss fehlt. Das Gerät wird über USB-C geladen, wodurch einer der beiden verfügbaren Anschlüsse blockiert wird.
  • 3,5 mm Klinkenanschluss. MacBook Air – Unterstützt Kopfhörer mit hoher Impedanz, Neo – Regulärer 3,5 mm Anschluss für Kopfhörer und sonstiges Audiozubehör.
  • Ladeleistung. MacBook Air – 40 Watt und mehr. MacBook Neo – 20 Watt.

Das sind die offiziellen Informationen. Einige weitere Unterschiede wurden durch die ersten Testberichte von Journalisten bekannt.

So ist die SSD-Festplatte im MacBook Neo beispielsweise wesentlich langsamer. Laut The Verge ist die Lese- und Schreibgeschwindigkeit beim Neo um ein Vielfaches geringer als bei den aktuellen MacBook Airs mit M5-Chip. Man sollte diese Zahlen jedoch nicht überbewerten: Ein normaler Nutzer wird den Unterschied bei den meisten Aufgaben wahrscheinlich gar nicht bemerken oder spüren.

Der Vergleich von The Verge zur Lese- und Schreibgeschwindigkeit der SSD im MacBook Neo gegenüber verschiedenen MacBook Air Generationen und Windows-Konkurrenten.

Die Redakteure von CNET lobten das Notebook im Großen und Ganzen und hoben das Aluminium-Gehäuse hervor, das trotz des im Vergleich zum Air stark reduzierten Preises erhalten blieb. Gleichzeitig merkten sie jedoch an, dass selbst das Ladekabel beim Neo etwa 50 Zentimeter kürzer ist als beim MacBook Air.

Schließlich gibt es noch unbestätigte Informationen, wonach für die WLAN- und Bluetooth-Verbindung im Neo angeblich ein günstigerer Chip von MediaTek zuständig sein soll. Die teureren Apple-Notebooks nutzen hier den hauseigenen Apple N1 Chip.

Insgesamt bedürfen die meisten Unterschiede in der Liste keiner weiteren Erklärung. Erwähnenswert ist höchstens die Druckerkennung des Trackpads, die Apple „Force Touch“ nennt. Dies ist eine altbekannte Funktion von Apple-Laptops, die im Neo jedoch fehlt.

Drückt man beim MacBook Air fester auf das Trackpad, kann man spezielle Kontextmenüs aufrufen, eine Seite oder einen Titel im Player schneller vorspulen. Zudem ermöglicht Force Touch eine Vorschau von Dateien und Links.

Dem MacBook Neo fehlt nicht nur MagSafe, auch das Ladekabel selbst ist kürzer als beim Air. Foto: CNET.

Ein paar klärende Worte noch zu Wi-Fi und den Anschlüssen. Wi-Fi 7, was das Neo nicht bietet, kann theoretisch 4- bis 5-mal schneller sein als Wi-Fi 6/6E. Allerdings reicht es nicht aus, dass das Notebook Wi-Fi 7 unterstützt. Man benötigt auch einen Router oder Access Point, der den Wi-Fi 7-Standard und dessen Geschwindigkeiten verarbeiten kann.

Was die Anschlüsse betrifft, so haben sowohl das MacBook Air als auch das MacBook Neo jeweils zwei USB-C-Ports. Die Technik dahinter ist jedoch völlig unterschiedlich. Das MacBook Air bietet zwei USB-C Thunderbolt 4 Anschlüsse. Diese sind extrem schnell und übertragen auch große Dateien rasant. Das Neo hingegen hat einen USB-C-Anschluss auf Basis von USB 3 und einen langsamen USB-C-Anschluss auf Basis von USB 2.

Die maximalen Geschwindigkeiten unterscheiden sich gewaltig (die Daten beziehen sich auf die aktuellen MacBooks):

  • Thunderbolt 4 (davon zwei im Air) – 40 Gbit/s
  • USB 3 (der schnelle Port im Neo) – 10 Gbit/s
  • USB 2 (der langsame Port im Neo) – 0,5 Gbit/s

Hier sei angemerkt, dass auch die aktuellen iPhone Pro Modelle mit USB-C auf Basis von USB 3 ausgestattet sind, während die Standard-iPhones weiterhin auf besagtes langsames USB-C/USB 2 setzen.

Der schnelle USB-Anschluss beim MacBook Neo befindet sich näher am Rand des Notebooks. Foto: Tom’s Guide.

Wenn wir über die Vorteile des MacBook Neo gegenüber dem MacBook Air sprechen, gibt es neben dem Preis nur wenige. Das Notebook ist in originellen Farben wie Gelb und Rosa erhältlich, die es beim MacBook Air nicht gibt. Zudem verzichtet das MacBook Neo auf die „Notch“ (die Aussparung im Display) und setzt stattdessen auf dickere Bildschirmränder. Manchen Nutzern könnte das sogar besser gefallen.

Außerdem lässt sich das MacBook Neo etwas leichter reparieren als jedes andere aktuelle Apple-Notebook. Das berichten die Spezialisten von iFixit. Zum Beispiel ist der Akku beim Neo verschraubt und nicht – wie bei anderen MacBooks – mit dem Gehäuse verklebt, was den Ausbau massiv vereinfacht.

Abschließend sei noch erwähnt, dass das MacBook Neo Bluetooth 6.0 unterstützt. Die aktuellen MacBook Airs mit M5-Prozessor unterstützen diese Technologie ebenfalls, aber in den letztjährigen M4-Modellen war nur Bluetooth 5.3 an Bord. Version 6.0 ist präziser, verbraucht weniger Energie und verringert die Latenzen bei der Übertragung von Dateien und Audio.

MacBook Neo (links) und MacBook Air 13″ M5. Foto: CNN Underscored.

Fazit, Vor- und Nachteile

„Wie viel sie doch weggelassen und vereinfacht haben“, wird sich mancher Leser verärgert denken. Das stimmt zum Teil: Um einen Preis von 600 Dollar zu erreichen, wo das MacBook Air erst bei 1100 Dollar anfängt, musste Apple viele clevere Tricks anwenden. Es wurde selbst bei Kleinigkeiten wie der Anzahl der Lautsprecher und Mikrofone, dem WLAN-Modul und einer leicht abgespeckten 3,5-mm-Klinkenbuchse gespart.

Und dennoch sind wir der Meinung, dass es sich gelohnt hat. Der Preis ist enorm gefallen, das Display wurde nur unwesentlich kleiner und das hauseigene Betriebssystem, das Vollaluminium-Gehäuse sowie die nahtlose Integration in das Apple-Ökosystem sind geblieben. Dazu kommen originelle Farben, Bluetooth 6.0 und das Fehlen einer störenden Notch im Display.

All die anderen zahlreichen Kompromisse, die Apple eingegangen ist, sind zwar bedauerlich, aber die meisten davon kann man nicht als kritisch bezeichnen. Und einige dieser Hardware-Einsparungen wird ein normaler Nutzer vielleicht nicht einmal bemerken.

Das MacBook Neo im Alltag. Foto: The Verge.

Unserer Meinung nach ist das MacBook für 600 Dollar ein Gewinn für die Käufer und ein höchst ungewöhnlicher Schritt für Apple. In seiner Unternehmensgeschichte hat Apple selten etwas derart deutlich günstiger gemacht als zuvor.

Das verhältnismäßig günstige MacBook Neo macht – trotz der einfacheren Hardware – also richtig Freude. Es ist ein Zeichen dafür, dass sich Apple immer noch als Marke für die breite Masse sieht und nicht nur als Hersteller von Gadgets für Auserwählte.

Zum Schluss noch die wichtigsten Vor- und Nachteile des MacBook Neo – nun nicht mehr im Vergleich zum Air, sondern als eigenständiges Produkt betrachtet:

Vorteile:

  • Der Preis
  • macOS und die Integration mit anderen Apple-Geräten
  • Helles Display ohne Notch
  • Bessere Leistung als Windows-Konkurrenten in derselben Preisklasse
  • Gute Akkulaufzeit
  • Gehäuse komplett aus Aluminium
  • Bessere Reparierbarkeit als bei anderen MacBooks
  • Schöne Gehäusefarben + Bluetooth 6.0

Nachteile:

  • Das kleinste Display unter allen Apple-Notebooks
  • Nicht geeignet für anspruchsvolle Spiele
  • Nur 8 GB Arbeitsspeicher
  • Keine beleuchtete Tastatur
  • Fehlen einiger Apple-typischer Features wie True Tone und Force Touch
  • Nur zwei USB-C-Anschlüsse, von denen einer langsam ist
  • Reduzierte Ladeleistung und kein MagSafe
  • Apple hat selbst an kleinen Details gespart

P.S. Schon wenige Monate nach dem Verkaufsstart war das MacBook Neo, insbesondere in der Basiskonfiguration mit 256 GB Speicher, nur noch schwer in den Geschäften zu finden. Der Grund: Apple hatte die Nachfrage nach dem Gerät stark unterschätzt.

Das Fachportal 9to5Mac berichtet, dass das Unternehmen ursprünglich den Verkauf von etwa 5 Millionen MacBook Neos kalkuliert hatte. Die Nutzer zeigten jedoch derart großen Enthusiasmus, dass die Pläne spontan geändert werden mussten. Nach neuen Schätzungen werden mindestens 10 Millionen Stück abgesetzt, weshalb Apple nun dringend neue Komponenten nachbestellt hat.

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